Wurzel von der Holderheide

 

Fortsetzung...

Maggie hatte ihren ersten Wurf am 9. April 2010 und mit nebst 2 Rüden
drei Hündinnen waren leise Hoffnungen doch mal angezeigt…

Uns hätte die eine Hündin gefallen, vom Wesen her hätte sie zu Tuba gepasst, alles wurde geplant - aber kurz vor Abgabetermin entwickelte sie einen Rückbiss, Zuchtausschluss-Grund, was jetzt?
Schweren Herzens verzichteten wir auf diesen Welpen, ich hätte mir die Zuchtoption so auf Jahre verbaut…
Pfingsten 2010 war kein schönes Wochenende, wir wälzten den Entscheid hin und her und mussten doch vernünftig sein…

Also wollten wir auf den W-Wurf warten, geplant war der für den Frühsommer 2011...

Maggie entschied sich aber, schnell wieder läufig zu werden, für uns alle unerwartet, aber na gut, sie hatte den ersten Wurf souverän gemeistert, war jung und kerngesund und nach dem zweiten Wurf war eh eine längere Welpenpause eingeplant.

Also: das Warten fing jetzt erst richtig an.

Mit Dylan aus der cookie-box wurde ein Rüde gewählt, den ich selbst persönlich kenne und auch schätze, ein bildschöner Hund, der ein gutes Wesen hat. Er ist Sybille bestens bekannt, keine "Katze im Sack" also, sondern eine wohl überlegte und gute Wahl.
Wie mit vielen Kromi-Rüden muss mit ihm gearbeitet werden, das tun seine Besitzer mit Hingabe und einem sehr guten Hunde-Händchen, das Resultat ist ein sehr harmonisches Familienleben mit ihm.
Also der passende Vater für meine Hündin!

Maggie wurde gedeckt und nach viel Rechnerei und Planerei stand fest, ich wollte und konnte bei der Geburt dabei sein.

Wenn‘s nicht klappen täte mit einer Hündin für mich, dann hätte ich doch eine Hunde-Geburt miterleben dürfen, so oder so ein wunderbares Erlebnis.

So fuhr ich denn am 25. Januar 2011 Richtung Holderheide, 8 Stunden Reise vor und ein Telefonat hinter mir, wo mir Sybille sagte:
„Maggie hechelt…“.

Ungemütlich und spannungsgeladen war die Bahnfahrt, 1000 Gedanken gehen einem durch den Kopf und man hat logischerweise das Gefühl:

Mist, ich komme zu spät.

Aber: Maggie war brav und hatte sich Sybilles Ermahnungen zu Herzen genommen, sie beschloss, doch erst zwei Tage später ihre Babies zur Welt zu bringen.

Uff! So erlebte ich am frühen Donnerstagmorgen, dem 27. Januar 2011, meine erste Hundegeburt.

Während es draussen bitter kalt war und schneite, erblickte um 5.59 Uhr die erste Hündin das Licht der Welt…
Und irgendwie ahnte ich es, das ist meine Wurzel!

Ihr folgten 2 Hündinnen und 3 Rüden, eine problemlose Geburt, Maggie hat alles absolut souverän gemeistert.
Für mich der letzte Beweis, dass es richtig war, sie als Mutter meiner künftigen Zuchthündin auszusuchen.

Ich durfte noch 4 Tage den Wurf erleben, bis ich dann, mit viel Hoffnung, wieder heimwärts fuhr.
Es war noch viel zu früh, um irgendeine Entscheidung zu fällen, die Zeit würde zeigen, wie sich die Welpen entwickeln.

5 Wochen später machten wir fünf Tage Urlaub in der Holderheide, die ganze Familie konnte so den absolut geglückten W-Wurf erleben.

Das waren sechs selbstsichere und schmusige Welpen, jeder einzelne zauberhaft.
Die Nr. 1 gefiel uns am besten und sie war auch vom Temperament her die Hündin, die zu unserem Tuba am besten passen täte.
Da Sybille und Marcus sowohl uns als auch Tuba bestens kennen, konnte ich die Entscheidung, ob es denn wirklich passt, beruhigt in ihre Hände legen…

Ende März dann wurden die Welpen definitiv „zugeteilt“, die passenden Familien wurden ausgesucht und: ja, die Nr. 1 wurde definitiv zu „Wurzel“!

Wieder war es also die Erstgeborene aus dem Wurf, auch Tuba war seinerzeit die Nr.1 (und ist es heute noch, nebenbei bemerkt, er braucht sich keine Sorgen zu machen).

Und am 3. April 2011 holten wir sie dann ab, die kleine Maus…

Wurzel sollte sie heissen, das stand für mich schon lange lange fest.
Seit letztem Sommer schon… Warum?

 

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