Ich gewähre Gastrecht


 

Frau Böhrensen verwies uns aber Richtung Bayern, wir sollten den Zwinger von der Holderheide mal anfragen, da wäre ein Wurf für Sommer 2007 geplant.

Ich rief also an und nach 2 Stunden war klar, das muss gut rauskommen!

Die Chemie stimmte sofort und wir verabredeten ein "Beschnupperungs-Wochenende" an Pfingsten.
Wir fuhren also Richtung Bayern, milde belächelt von unserm Umfeld, denn wer bitteschön fährt als Schweizer freiwillig 1000 km und das auch noch für einen Hund?!
tja, wir! und wir würden diese Strecke künftig noch oft fahren... ;-)

Als ich Katla, die Zuchthündin von der Holderheide, das erste Mal sah, wusste ich: das ist die Mutter meines Hundes.

Katla hat eine unvergleichliche Ausstrahlung, das kann man schlecht beschreiben. Wer sie kennt, weiss, was ich meine.

Ich löcherte Sybille Nass mit meinen vielen Fragen, sie hat mir an diesem Wochenende so viel über die Kromfohrländer erzählt, dass mir nachher die Ohren geläutet haben...
Aber so wollte ich es haben, genauso!

Die Wochen bis zum Deckakt vergingen langsam, per mail kam ich Stück für Stück meinem Ziel, viiiiiel über die Kromis zu wissen, näher.

Dann endlich, Katla war läufig und juhu, der Deckakt mit Samir hatte auch wunderbar geklappt. Wir warteten ungeduldig und obwohl ich den Sommer liebe, ich wünschte mir, dass ganz schnell August werden würde...
Wir hatten uns eine Hündin gewünscht, das hatte ich Sybille und Marcus auch so gesagt, rauhaarig müsste sie sein, jedenfalls nicht kurz.

Nun, der 14. August kam, und pünktlich zu unserem 14. Hochzeitstag brachte Katla 8 Welpen zur Welt. 6 Rüden und 2 Hündinnen, umgekehrt wärs gewünscht gewesen...da eine Hündin in der Zuchtstätte bleiben sollte und eine corny feet hatte, war für uns bald klar, es würde ein Rüde werden. Auch gut!

Wir erhielten wöchentlich, manchmal täglich, obersüsse Bilder geschickt und ich habe alle benieden, die nah genug wohnten, um jede Woche die Welpen zu besuchen. Ich durfte aber alles aufholen und verbrachte anfangs Oktober 4 Tage in der Holderheide und hatte genug Zeit, um die Welpen genau zu studieren.

Die Offenheit und Herzlichkeit von Sybille und Marcus waren unbeschreiblich und es waren phantastische Tage.
Und bald wurde klar; unser Favorit Troll (jetzt Twister) würde nicht zu uns passen. Teddy (Tuba!!!) sollte es sein.
Sybille und Marcus hatten das so entschieden und nach einem Tag wusste ich warum. Es passte einfach.
Da Sybille Ende Oktober so oder so einen Besuch bei ihrer Züchterfreundin in Freiburg machte, fand sie ganz pragmatisch eine super Lösung, Tuba nimmt sie gleich mit und wir können ihn dann in Freiburg abholen. So lernte Tuba also im zarten Alter schon Zugfahren, grosse Bahnhöfe und Gepäckabteile kennen... ;-)

Am 27. Oktober 2007 um 9.10 durfte ich dann endlich Tuba "haben".

Ich war mir zwar nicht ganz sicher, obs wirklich Tuba war, denn der schwarze Teddy war erbraunt und sah jetzt tatsächlich wie ein Kromi aus, Sybilles Trimmkünsten sei Dank. tja. da hatte ich nun einen Hund und schlitterte damit in die Arbeit der IGRK rein, wie es Angelika mal so schön sagte: tja, jetzt ists zu spät... ;-)

Mit all dem, was man mit offenen Ohren und Augen hört und sieht (wenn man will) war mir klar, dass ich der IGRK helfen möchte, wenn ich kann. und so wurden einige mails über die Grenzen geschickt, Feuerwehrübungen gemacht und es entstand ein befriedigenes Zusammenarbeiten innerhalb der IGRK.

Im Frühsommer 2008 stand das Projekt IGRK-website an und seit September 2008 ist sie neu gestaltet im Netz.

Ich betreue sie und es macht mir Spass, über die IGRK und ihre Arbeit zu schreiben und den Leuten zu zeigen; hej, das ist eine seriöse Zuchtgemeinschaft, die sehr engagiert ist, sorgfältig plant und ein klares Ziel hat, durchs Einkreuzen den Genpool der Kromfohrländer zu erweitern und so langfristig den Kampf gegen die Krankheiten zu gewinnen.

Es soll Hoffnung geben, momentan ist es nicht mehr 5 vor 12, sondern eher 1 vor 12. tja, nun habe ich also den wundervollsten aller Hunde, Tuba, und noch dazu einen Haufen Arbeit mit der IGRK, da aber alle da so viele Stunden ins Projekt stecken (da habe ich noch den kleinsten Teil!) befriedigt die Arbeit - weil sie Sinn macht und Wege aufzeigt, wie die Zukunft der Kromfohrländer aussehen kann.

Wir sind auf gutem Weg und ich bin gespannt, wie's weitergeht.

 

...zurück / ...weiter